Lichtwunder Garten dank LED

Diese LED verwandeln den Garten in ein Leuchtwunder. Einfache Solarlampen mit LED-Birnen sind Geschichte. Wer etwas auf sich hält, gestaltet und formt seinen Garten mit aufwendigen Lichtkonzepten. Manche Lampen sollen sogar Partygäste wachhalten.

Maximilian Frings macht nicht gerade den Eindruck, als ob er für sanfte Arbeiten mit feingliedrigen Lichtkörpern geschaffen wäre. Wenn der breitschultrige Mann mit seinen muskulösen Armen niederkniet, um eine zierliche Gartenleuchte auszurichten, wirkt es unfreiwillig komisch.

Behutsam dreht er an einer Reihe aus kleinen LED-Strahlern, prüft, justiert erneut. So merkwürdig das aussieht, so ernst ist ihm jedoch das Thema. „Es geht darum, mit dem Licht gezielt Akzente zu setzen, einzelne Bäume und Sträucher hervorzuheben und eine entspannende Stimmung im Garten zu schaffen“, sagt Frings.

Er ist Gründer und Inhaber von „Frings Gartengestaltung“ im münsterländischen Warendorf. Seine Kunden fragen immer häufiger nach raffinierten Lichtkonstruktionen. So gehört seit einiger Zeit zum Repertoire des Gartenbauers neben dem Ausheben von Teichen oder Pflanzarbeiten auch die Ausleuchtung des heimischen Grüns. Der naturverbundene Gartenbauer möchte dabei aber auch nicht übertreiben und denkt an die Tierwelt, die den Schutz der Dunkelheit benötigt: „Wir wollen die Nacht ja nicht zum Tage machen.“

Den Garten zum erweiterten Wohnzimmer machen

Jahrzehntelang dienten Lampen im Garten einem simplen Zweck: Sie sollten Terrasse und Wege erleuchten, damit niemand im Dunkeln stolpert. Heute soll Licht den Garten zum erweiterten Wohnzimmer machen.

Man will auch am späten Abend noch sehen können, was man hat. Und dafür reichen die kleinen Solar-Leuchtlein aus dem Baumarkt, denen kurz vor Mitternacht der Strom ausgeht, längst nicht aus. Großflächige und exklusive Lösungen sind gefragt. Und die Hersteller stellen sich darauf ein.

Matthias Wenz, Beleuchtungsexperte bei Schulz-Systemtechnik im niedersächsischen Visbek, nennt einen weiteren Grund für das wachsende Lichtbedürfnis: „Ein beleuchteter Garten schreckt Einbrecher ab.“

Deshalb ließen immer mehr Geschäftsleute und Manager, die häufig auf Reisen sind, ihre Gärten stilvoll und zugleich effizient so ausleuchten, dass Frau und Kinder auch im tiefsten Winter am Abend sofort sehen können, wenn sich jemand

draußen auf dem Grundstück aufhält. „Zusätzlich zur Alarmanlage stärkt dies noch einmal das Sicherheitsgefühl“, glaubt Lichtexperte Wentz.

Eine Lichtinstallation kann Tausende kosten

Natürlich gibt es günstige Gartenleuchten in Baumärkten für weniger als 100 Euro. Stärker gefragt sind jetzt jedoch Designer-Stücke von Anbietern wie dem spanischen Vibia und Vondom oder den deutschen Edel-Lampenschmieden Moonlight und Schulz-Systemtechnik. Vibia setzt auch Außenwände in Szene, während Vondom ganze Möbellandschaften zum Leuchten bringt. Eine einzige Installation kann durchaus einige Tausend Euro kosten.

Wer so viel Geld ausgebe, wolle damit „seinem Garten eine persönliche Note und zugleich seinem erlesenen Geschmack Ausdruck geben“, sagt Michael Henze, Umweltreferent beim Bundesverband Garten- und Landschaftsbau (BGL). Dies sei Teil des seit Jahren unter Grundeigentümern wachsenden Trends, Gärten individuell zu formen. „Früher ging es darum, den eigenen Garten so gepflegt aussehen zu lassen wie den der Nachbarn“, so Henze. „Heute wollen Eigenheimbesitzer grüne Landschaftsunikate rund um ihr Haus schaffen.“

Dass Hausbesitzer heute deutlich mehr Wert auf die Beleuchtung ihres Gartens legen, liegt auch am technischen Fortschritt der vergangenen Jahre. Mithilfe von Energiesparlampen, Leuchtdioden und der Lichtleittechnik lassen sich faszinierende Leuchteffekte schaffen. „LEDs können sogar in Pflastersteine eingebaut werden“, sagt BGL-Experte Henze. „Statt den Weg von der Garage zum Haus mit Lampen auszuleuchten, kann er auch direkt vom Boden aus erhellt werden.“

Terrassen oder die Außenumrandung des Swimmingpools ließen sich so illuminieren. „Wenn jede fünfzigste Fliese leuchtet, gibt dies einen ganz besonders stimmungsvollen Lichteffekt“, sagt Henze. Bei der Lichtleittechnik wiederum kommen feinste Glasfasern zum Einsatz, an deren Ende winzige Projektoren sitzen. „Mit ihnen lassen sich komplexe Lichtformen schaffen“, sagt Gartenbauer Frings. „Sterne, Kreise und andere geometrische Figuren können so auf ein Holzdeck im Terrassenboden gezeichnet werden.“

Licht kann dem Garten Tiefe verleihen

LED- und Lichtleitsysteme verbrauchen deutlich weniger Strom als Glühlampen – und sie können über Zwölf-Volt-Kabel mit Energie versorgt werden. „Es müssen keine 230-Volt-Leitungen tief im Erdreich vergraben werden“, betont Gartenbauer Frings. Für die Zwölf-Volt-Kabel reicht eine knappe Spatenbreite. „LED-Lampen und -strahler in unterschiedlicher Wattstärke machen es auch möglich, dem Garten am Abend und in der Nacht Tiefe zu geben und ihn größer erscheinen zu lassen“, weiß Frings. Nahe am Haus sollten schwächere LED-Lampen zum Einsatz kommen. Weiter hinten sollten hellere Leuchten positioniert werden.

Quellen: http://www.welt.de/finanzen/immobilien/

 

2 Kommentare auch kommentieren

  1. Klaus sagt:

    Ich würde mir auch gern einen solchen Garten machen, oder mal ansehen. Stelle mir das wirklich schön vor.

  2. Tobias sagt:

    Mit dem richtigen Lichtmanagement kann man aus nahezu jedem Garten ein im dunkeln leuchtendes Paradies machen

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